Bären lernen sich zu wehren

Nhankido · Kindertraining · Selbstverteidigung

Bären lernen sich zu wehren

Selbstverteidigung für Kinder beginnt nicht erst mit einem Griff oder einer Abwehrtechnik. Sie beginnt dort, wo Kinder lernen, ihren Körper wahrzunehmen, sicherer aufzutreten und auch unter Bewegung handlungsfähig zu bleiben.

Beim Training mit den Kurpfalzbären stand deshalb nicht „Kämpfen lernen“ im Mittelpunkt, sondern ein spielerischer Zugang zu Selbstschutz, Koordination und Körperkontrolle.
Nhankido-Training mit den Kurpfalzbären – Selbstverteidigung, Stabilisation und Koordination für Kinder
Ohne mit den Tatzen zu kratzen, lernen sich die Bären zu wehren – Foto: Frank Riester (privat)

Praxis

Einfach, verständlich und kindgerecht

Nhankido-Trainer Heiko Jendreck zeigte den Kurpfalzbären einfache Möglichkeiten, sich mit vergleichsweise unkomplizierten Handgriffen zu wehren.

Dabei ging es nicht darum, Kindern möglichst viele Techniken beizubringen. Viel wichtiger war, dass sie Bewegungen nachvollziehen, ausprobieren und ein Gefühl dafür entwickeln konnten, wie sie ihren eigenen Körper einsetzen.

Selbstschutz

Handlungsfähig bleiben

Einfache Abwehr- und Befreiungsbewegungen vermitteln das Gefühl, einer unangenehmen Situation nicht vollkommen ausgeliefert zu sein.

Stabilität

Den eigenen Körper organisieren

Stabilisationsübungen helfen dabei, Gleichgewicht, Haltung und Körperspannung bewusster wahrzunehmen.

Koordination

Bewegen und reagieren

Koordinationsübungen verbinden Aufmerksamkeit und Bewegung und schaffen damit eine wichtige Grundlage für sicheres körperliches Handeln.

Kindertraining

Selbstverteidigung beginnt vor der Technik

Gerade bei Kindern sollte Selbstverteidigung nicht auf körperliche Gegenwehr reduziert werden. Ein wichtiger Teil besteht darin, ein Gefühl für den eigenen Körper, die eigene Position und die eigenen Möglichkeiten zu entwickeln.

Wer sein Gleichgewicht besser halten, Bewegungen koordinierter ausführen und den eigenen Körper bewusster wahrnehmen kann, entwickelt nicht nur technische Fähigkeiten. Gleichzeitig kann dadurch ein stärkeres Gefühl von Sicherheit und Selbstvertrauen entstehen.

Das Ziel ist nicht, Kinder aggressiver zu machen. Das Ziel ist, ihnen mehr Möglichkeiten zu geben, ruhig, klar und handlungsfähig zu bleiben.
Gemeinsam lernen

Training darf Spaß machen

Bei aller Ernsthaftigkeit des Themas spielte deshalb auch die Freude an Bewegung eine wichtige Rolle. Stabilisations-, Koordinations- und Selbstverteidigungsübungen wurden miteinander verbunden, sodass das Training nicht wie eine Prüfung, sondern wie gemeinsames Entdecken erlebt werden konnte.

Die positive Reaktion der Kinder zeigte sich auch zu Hause. Ein Elternteil berichtete anschließend sinngemäß, die Tochter habe den ganzen Abend begeistert von der Aktion erzählt.

Wenn Kinder über eine Übung sprechen, sie wiederholen wollen und dabei Freude an Bewegung entwickeln, entsteht eine gute Grundlage dafür, dass Lernen langfristig hängen bleibt.
Rückblick

Ein Training mit nachhaltiger Wirkung

Das Training wurde von Kindern und Eltern positiv aufgenommen. Schon damals entstanden deshalb Überlegungen zu weiteren gemeinsamen Terminen.

Rückblickend zeigt dieser frühe Praxisbericht bereits etwas, das bis heute zum Nhankido-Verständnis von Selbstverteidigung gehört: Technik ist wichtig – aber sie steht nie allein.

Nhankido · Selbstverteidigung

Selbstschutz beginnt mit Wahrnehmung.

Bewegung, Stabilität, Koordination und einfache Selbstverteidigung greifen ineinander. So entsteht nicht nur Technik, sondern vor allem das Vertrauen, auch in einer schwierigen Situation handlungsfähig bleiben zu können.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

10 − 5 =