Nhankido · Gefühle, Entwicklung und innere Verbundenheit
Du bist traurig, obwohl du gerade dankbar sein möchtest. Du spürst Wut gegenüber einem Menschen, den du liebst. Oder du hast Angst vor einem Schritt, auf den du dich lange gefreut hast. Vielleicht folgt dann sofort eine zweite Regung: „So sollte ich mich nicht fühlen.“
In diesem Moment braucht das ursprüngliche Gefühl bereits Raum. Nun kommt auch noch der Druck hinzu, es anders machen zu müssen. Was geschieht, wenn wir einen Augenblick darauf verzichten, uns innerlich zu korrigieren – und zuerst wahrnehmen, was tatsächlich da ist?
Kurz gelesen
Alle Gefühle dürfen da sein. Freude ebenso wie Kummer, Angst ebenso wie Wut, Neid ebenso wie Zuneigung. Ein Gefühl anzuerkennen heißt, mit dem eigenen Erleben in Kontakt zu bleiben. Dabei können wir seine Bedeutung prüfen und bewusst entscheiden, wie wir handeln. Im Laufe unserer Entwicklung lernen wir, immer mehr von unserer Gefühlswelt zu verstehen. Dieser Weg darf uns tiefer mit uns selbst und anderen verbinden.
