Ego, Ich und Selbst: Die inneren Räume

Nhankido-Darstellung eines Menschen, der die drei inneren Räume von Ego, Ich und Selbst durchschreitet

Wir können unser inneres Erleben wie ein Haus mit verschiedenen Räumen betrachten. Jeder dieser Räume besitzt eine eigene Atmosphäre. In jedem stehen vertraute Möbel, hängen alte Bilder und führen eingeprägte Wege von einer Tür zur nächsten. Manche Räume wirken hell und weit, andere eng, dunkel oder überfüllt.

Vieles darin haben wir nicht bewusst eingerichtet. Erfahrungen haben Spuren hinterlassen. Worte, Beziehungen, Verletzungen, Erfolge und Ängste wurden zu inneren Bildern. Wiederholte Reaktionen wurden zu Gewohnheiten und aus Gewohnheiten entstanden Muster, die bis heute beeinflussen, wie wir denken, fühlen und handeln.

Im Nhankido unterscheiden wir in diesem Lehrbild drei innere Räume: den Raum des Egos, den Raum des Ichs und den Raum des Selbst. Sie bilden keine Hierarchie und keiner dieser Räume muss verlassen oder zerstört werden. Entwicklung beginnt, wenn wir erkennen, in welchem Raum wir uns gerade befinden und lernen, ihn bewusst zu gestalten.

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Generationen als Zeitalter verstehen

Menschen verschiedener Generationen gehen gemeinsam durch vergangene, gegenwärtige und zukünftige Zeitalter.

Wenn Zeitalter einander begegnen

Ein Nhankido-Lehrtext über Generationen, Werte und die Kunst der Verständigung

Wir sprechen von der Stillen Generation, den Babyboomern, der Generation X, den Millennials, der Generation Z und inzwischen von den Generationen Alpha und Beta.

Dabei entsteht leicht der Eindruck, es handle sich lediglich um Gruppen von Menschen unterschiedlichen Alters. Aus Sicht des Nhankido können wir jedoch tiefer schauen:

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Wenn der Weg dich verändert

Nhankido-Krieger auf einem Bergweg neben einem abgelegten Wanderstab und einem Früchte tragenden Kirschbaum

Wenn wir uns entwickeln, verändern sich nicht nur unsere Gedanken. Auch alte Rollen, Beziehungen und Gewissheiten beginnen sich zu wandeln. Was uns gestern noch getragen hat, kann heute zu eng geworden sein. Was früher selbstverständlich war, fühlt sich plötzlich nicht mehr stimmig an.

Doch wahre Entwicklung zeigt sich nicht darin, dass wir alles Vergangene abwerten. Sie zeigt sich in der Art, wie wir weitergehen.

Was mich gestern geschützt hat,
muss mich heute nicht mehr führen.

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Elternwunden heilen: Die Nähe, die Kindern fehlt

Eine erwachsene Bezugsperson begegnet einem Kind unter einem blühenden Kirschbaum auf Augenhöhe. Ein goldener Ensō verbindet beide, während im Hintergrund das innere Kind sichtbar wird.

Wie Erfahrungen mit unseren Eltern in uns weiterleben

Ein Kind vergisst vielleicht die einzelnen Worte seiner Eltern.
Doch es vergisst selten, wie es sich in ihrer Nähe gefühlt hat.

Manche Wunden sind still

Manche Wunden entstehen durch das, was geschehen ist:

durch Härte, verletzende Worte, Abwertung, Zurückweisung oder Gewalt.

Andere Wunden entstehen durch das, was niemals geschehen ist:

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Der Berg und ich – wenn das Ich still wird

Ein Nhankido-Krieger in malachitgrüner Robe meditiert vor einem mächtigen Berg, der aus Nebel und Tusche hervortritt.

Der Berg und das ICH
Wenn das Ich still wird

„Wir sitzen beisammen,
der Berg und ich,
bis nur noch der Berg bleibt.“
— Li Po

Diese wenigen Worte erzählen von einer tiefen Erfahrung.

Sie erzählen nicht davon, dass der Mensch verschwinden soll. Sie fordern uns nicht auf, unsere Persönlichkeit, unsere Bedürfnisse oder unsere Geschichte aufzugeben. „Der Berg und ich – wenn das Ich still wird“ weiterlesen

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