Grundregeln der Selbstverteidigung

Frauen und Mädchen Selbstverteidigung  - Kurs in AltlußheimKein Grund zur Panik ist die erste und wichtigste Grundregel der Selbstverteidigung. Lass Dich nicht von der Größe des Angreifers einschüchtern, jeder Gegner hat seine Schwachstelle. Distanz ist schon mal eine gute Ausgangsposition.

Du kannst bereits im Vorfeld einiges tun, um bedrohliche Situation zu vermeiden. Versuche beispielsweise nie allein unterwegs zu sein, schon gar nicht wenn es dunkel ist. Sollte sich das nicht vermeiden lassen, dann halte Dein Handy griffbereit, um Deiner Familie oder Freunden den Standort mitteilen zu können.

Gegen feiern ist nichts einzuwenden, doch überlege Dir gut, ob Rauschmittel wirklich sein müssen. Oft kommt es gerade durch Alkohol zu nicht gewollten Situationen. Wer achtsam durchs Leben geht, lebt meist gesünder.

Nimm eine Trillerpfeife oder eine Alarmsirene mit. Durch Lärm werden Angreifer gestört. Auch eine stark leuchtende Taschenlampe kann „blendend“ helfen. Lass alles daheim, was Du nicht verlieren möchtest. Nimm nur die nötigsten Ausweise und Schlüssel mit. Bargeld lässt in mehrere Taschen (Gesäßtaschen würde ich vermeiden) aufteilen. Dadurch kannst Du notfalls einen Teilbetrag übergeben.

Die beste Selbstverteidigung ist die Kunst, Gewalttätigkeiten im Vorfeld aus dem Weg zu gehen. Doch manchmal lässt sich eine Konfrontation einfach nicht mehr vermeiden. Jetzt heißt es cool bleiben. Nähert sich der Angreifer, werde lauter, um die Aufmerksamkeit anderer auf das Geschehen zu lenken. Diese könnten helfen oder wichtige Zeugen sein. Gib unmissverständliche und entschiedene Anweisungen wie „Hey, Finger weg!“ „Bleiben Sie stehen!“ „Hören Sie auf, mich zu belästigen.“. Lass keinen Körperkontakt zu, schon gar nicht wenn es mehrere Angreifer sind. Versuche wieder Abstand aufzubauen. Behalte den oder die Gegner dabei im Auge und versuche die Situation weiter zu deeskalieren.

Sind die Angreifer weiter unbeeindruckt, dann wecke alle Kräfte in Dir. Der Wille zum Überleben ist ein Urtrieb. Lass ihn jetzt raus. Mach Dir bewusst, wen oder was Du alles verlieren könntest. Wir sprechen von Deiner Gesundheit oder sogar von Deinem Leben. Alles was Du zu einer guten Verteidigung brauchst, hast Du dabei. Deinen Körper.

Gezielte Tritte ans Schienbein oder in den Unterleib sowie Schläge in Richtung Hals oder Kopf können den Angreifer außer Gefecht setzen. Bleib dabei kontrolliert, denn ein bereits am Boden liegender Angreifer darf nicht weiter getreten oder geschlagen werden. Falls erforderlich, verständige nun die Polizei bzw. setze einen Notruf ab.

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